0:2 in Verl: Kickers unterliegen spät

SC Verl
2 : 0
FC Würzburger Kickers

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21. Spieltag 2021/22

16.01.2022

Spielbericht

Durch zwei späte Gegentreffer unterliegen die Kickers im ersten Pflichtspiel des Jahres mit 0:2 (0:0) beim Sportclub Verl. Bis kurz vor Schluss sah es nach einer Punkteteilung aus, bevor Kasim Rabihic (90.) und Cyrill Akono (90.+2) die Partie spät entschieden.

 

Vier Veränderungen nahm Kickers-Cheftrainer Danny Schwarz im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen den TSV 1860 München vor der Winterpause vor. Maximilian Breunig startete in vorderster Front für den erkrankten David Kopacz. Außerdem ersetzte sein Bruder Louis Breunig auf der linken Abwehrseite Alexander Lungwitz (Bank). Zudem starteten Christian Strohdiek und Daniel Hägele, der sein Startelf-Debüt in dieser Saison gab, für Leon Schneider und Niklas Hoffmann (beide Bank).

 

Kickers mit konzentrierter Defensivleistung

 

Beide Mannschaften waren in den ersten Minuten auf dem schwer bespielbaren Geläuf um Kontrolle bemüht. Die Verler hatten dabei mehr vom Spiel, die Kickers hatten durch gutes Verschieben die Angriffe des Sportclubs im Griff. Nach sieben Minuten kamen die Hausherren nach einem Fehlpass von Kickers-Verteidiger Tobias Kraulich zu ihrer ersten großen Chance. Doch erst scheiterte Akono am gut herauslaufenden Hendrik Bonmann, den Nachschuss von Rabihic klärte Kraulich für seinen schon geschlagenen Keeper. Die Verler versuchten den Druck hochzuhalten. Eine Hereingabe von Lukas Petrov verpasste Akono knapp (12.). In der Folge lauerten die Kickers auf Konter. Doch weder Moritz Heinrich (15.) noch Robert Herrmann (17.) fanden mit ihren Flanken einen Abnehmer. 


Der SCV versuchte immer wieder über Flanken aus dem Halbfeld zu Chancen zu kommen und wurde dabei gefährlich. So verpassten Freund und Feind die Hereingabe von Christopher Lannert, Akono war zu überrascht, um den Kopfball zu platzieren (21.). Aktivposten Lannert versuchte es nun immer wieder mit Hereingaben, doch entweder konnten die aufmerksamen Kraulich und Strohdiek die Flanken klären oder die Versuche gerieten zu ungenau.

Die Kickers kamen hingegen selten zu Entlastungsangriffen. Fanol Perdedaj zog nach 25 Minuten aus gut 25 Metern ab, verpasste das Tor aber letztendlich doch deutlich. 

 

Auch der nächste Kickers-Abschluss war ein Distanzversuch. Hägeles Abschluss aus 20 Metern geriet aber zu zentral (33.). Kurz darauf gab es eine Reihe von Eckbällen für die Würzburger. Und als Folge gab es die bis dahin beste Chance der Rothosen! Nachdem die Gastgeber die Hereingabe Herrmanns noch klären konnten, kam Heinrich im zweiten Anlauf relativ frei zum Abschluss. Sein Linksschuss aufs lange Eck zischte aber knapp am Torpfosten vorbei! (35.)

Die Kickers waren nach passiven 30 Minuten jetzt gut in der Partie und verteidigten den eigenen Strafraum konzentriert. Der heimische Sportclub lies weiterhin den Ball gut laufen, kam aber nicht mehr zu Möglichkeiten. So ging es torlos in die Pause. 

 

Kickers kommen mit Schwung aus der Umkleide

 

Ohne Wechsel auf beiden Seiten startete die zweite Halbzeit. Der FWK kam mit viel Tatendrang aus der Kabine und versuchte, relativ früh Druck aufzubauen. Immer wieder führten Kombinationen über die rechte Angriffseite in der Verler Strafraum, ohne jedoch Zählbares daraus zu erzielen.

 

Nach 55 Minuten gab es eine gute Freistoßmöglichkeit für den FWK. Herrmann brachte den ruhenden Ball aus 20 Metern nicht gefährlich aufs Tor, Robim Brüseke nahm den abgefälschten Ball ohne Probleme auf. Kurz darauf gab es für die Gastgeber auch die erste Möglichkeit der zweiten Halbzeit. Petkov setzte den Kopfball nach Lannerts Flanke freistehend aus spitzem Winkel ans Außennetz (58.).

 

Das änderte jedoch nichts am stark verbesserten Auftritt der Kickers in der zweiten Hälfte. Immer wieder waren lange Bälle aus der Innenverteidigung der Ausgangspunkt für Angriffe der Roten. Doch es blieb weiterhin dabei: der letzte finale Pass geriet zu ungenau. Nach 78 Minuten mussten die Kickers dann nochmal richtig tief durchschnaufen. Petkov legte den Ball an den Fünfmeterraum zurück, Mael Corboz versuchte es platziert, traf aber nur den Innenpfosten. Und nun wurde es skurril. Der zurückprallende Ball sprang Kickers-Keeper Bonmann an den Rücken und trudelte durch den Matsch Richtung Tor, überquerte die Linie aber nicht und blieb im Matsch liegen. Kraulich rettete in höchster Not! 

 

Nackenschlag kurz vor Schluss

 

Eigentlich sah es nun so aus, dass das Spiel ohne weitere große Ereignisse zum Ende geht. Doch die Verler setzten nochmals alles auf eine Karte und belohnten sich. Nach einem Pass in die Tiefe von Luca Stellwagen setzte sich Rabihic gegen Dominik Meisel durch und jagte den Ball aus fünf Metern ins Tor. Für den 28-Jährigen war es der vierte Saisontreffer. Ein Treffer mitten ins Herz der Kickers (90.). Kurz darauf gelang den Verlern noch der zweite Treffer. Akono schob den Ball nach einem langen Ball ins leere Tor (90.+2).

 

Für die Kickers geht es am kommenden Samstag um 14:00 Uhr in der heimischen FLYERALARM-Arena gegen den SV Waldhof Mannheim weiter. Der SCV ist zeitgleich bei Viktoria Köln im Einsatz.

Stimmen zum Spiel

Guerino Capretti (Cheftrainer SC Verl): Ich freue mich riesig, dass die Jungs sich für ein richtig gutes Spiel selbst belohnt haben. Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können, wir haben gezeigt dass wir Torchancen herausspielen können und das wir zu Null spielen können. Wir wollten heute das Spiel für uns entscheiden. Wir hatten viele Chancen, schon früher in Führung zu gehen. Die Tore heute haben auch gezeigt, dass wir es unbedingt wollten. Dieser letzte Wille war heute in jeder Situation da. Siege bewirken immer etwas Positives. Jetzt heißt es weitermachen und in der Tabelle klettern.

 

Danny Schwarz (Kickers-Cheftrainer): "Die späten Gegentore sind bezeichnend. Es ist mittlerweile das bestimmt zehnte Spiel, dass wir kurz vor Schluss verschenken. So fahren wir wieder ohne Punkt nach Hause. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns jetzt zu schütteln und nächste Woche weiterzumachen. Das Spiel heute hätte in beide Richtungen gehen können. Leider Gottes ist es wieder in die falsche Richtung ausgeschlagen. Die Jungs versuchen alles, leider reicht es aktuell nicht."

 

 

Aufstellung

Verl: Brüseke - Lannert, Stellwagen, Baack, St. Schäfer (70. Ezekwem), Lach - Sapina, Corboz - Rabihic, Akono, Petkov (80. Putaro).

Würzburg: Bonmann - Waidner (81. Schneider), Strohdiek, Kraulich, L. Breunig - Hägele (76. Meisel), Perdedaj - Heinrich (89. Hausjell), Pepic, Herrmann - M. Breunig.

Daten

Tore: 1:0 Rabihic (90.), 2:0 Akono (90.+2).

Gelbe Karten: Ezekwem (84.) - Bonmann (90.+2).

Zuschauer: 430.

Schiedsrichter: Bauer (Mainz).