Zweitliga-Relegation: Kickers setzen sich mit 2:0 gegen Duisburg durch

FC Würzburger Kickers
2 : 0
MSV Duisburg

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Relegation, Hinspiel 2015/16

20.05.2016

Spielbericht

Der FC Würzburger Kickers hat das Relegationshinspiel zur Zweiten Liga mit 2:0 (1:0) für sich entschieden. Richard Weil per Foulelfmeter (10.) und der eingewechselte Daniel Nagy (79.) sorgten für die beiden Treffer vor 9.806 Zuschauern in der ausverkauften FLYERALARM Arena. „Die Mannschaft war mutig, war selbstbewusst und sie hat heute wieder versucht, ihr Spiel durchzudrücken. Das hat uns ausgezeichnet“, sagte FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach nach 90 stimmungsvollen Minuten am Würzburger Dallenberg. „Ich weiß aber nur zu gut, dass es noch längst nicht vorbei ist. Wir müssen noch einmal leiden.“ Zum Rückspiel am kommenden Dienstagabend (19.10 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena, live in der ARD) wird der mainfränkische Drittliga-Aufsteiger nach aktuellem Stand von rund 1.500 Fans begleitet. Bis Montag gibt es in Würzburg noch Tickets für das Auswärtsspiel zu kaufen. Eine Tageskasse in Duisburg wird es nicht geben (Alle Informationen gibt es hier).

 

Hollerbach hatte im Vergleich zum letzten Drittliga-Match vor Wochenfrist beim 1. FC Magdeburg eine Änderung vorgenommen: Für Dominik Nothnagel startete der zuletzt wegen seiner fünften Gelben Karte pausierende Clemens Schoppenhauer. Er bildete zusammen mit Royal-Dominique Fennell die Innenverteidigung, auf der rechten Abwehrseite spielte Richard Weil, links verteidigte Peter Kurzweg.

 

Letzterer war es auch, der nach zehn Minuten im Duisburger Strafraum gefoult wurde: Kinsely Onuegbu hatte den Würzburger Außenverteidiger mit dem Fuß am Kopf getroffen. Referee Sascha Stegemann zögerte nicht und deutete gleich auf den Punkt. Weil vollstreckte zur frühen Führung der Gastgeber. „Egal, wer bei uns schießt, hauptsache der Ball ist drin“, sagte der Torschütze. Kurzweg zog sich bei der Attacke eine Platzwunde am Kopf zu, konnte die Partie aber zu Ende spielen. „Wir hatten uns fest vorgenommen, druckvoll zu starten, das ist uns auch gelungen“, sagte Hollerbach. Seine Schützlinge suchten immer wieder den Weg nach vorne und unterbanden die Duisburger Offensivbemühungen konsequent. Ein Tor aber wollte den Hausherren in der stimmungsvollen FLYERALARM Arena und einem Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten bis zum Seitenwechsel nicht mehr gelingen. Der Zweitliga-16. aus Duisburg verbuchte durch Kevin Wolze noch einen Pfostentreffer.

 

Nach der Pause wurden die Duisburger Offensivbemühungen stärker, doch die konsequente Würzburger Defensive ließ nichts zu. Nach einer guten Stunde war es der eingewechselte Kickers-Akteur Marco Haller, der das 2:0 auf dem Fuß hatte. Der Schuss aus zwölf Metern aber strich links am Zebra-Kasten vorbei. Ein zweiter Joker indes stach dann zu: Nejmeddin Daghfous setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, flankte nach innen und fand dort in Daniel Nagy einen Abnehmer – 2:0 nach 79 Minuten.  Das war’s. „Auch das ist ein Merkmal dieser Mannschaft. Egal wen ich bringe, er ist da. Bei Daniel habe ich die Woche schon gesehen, dass er gut drauf ist“, sagte Hollerbach: „Die Mannschaft, das haben wir heut wieder erlebt, ist sich einig.“

 

Am kommenden Dienstagabend steht nun der Gang nach Duisburg an. „Jetzt ist noch gar nichts entschieden, wir werden wieder alles geben müssen“, sagte Torschütze Richard Weil und Trainer Bernd Hollerbach erwartet eine ähnliche Kulisse wie zuletzt auch in Magdeburg: „In Duisburg wird die Hölle los sein. Wir müssen cool bleiben und unser Spiel machen. Wir werden uns auf einen absoluten Fight einstellen müssen.“ Daniel Nagy wird dann nicht auflaufen können, der Ungar sah gegen Duisburg seine fünfte Gelbe Karte. Auf Seiten der Meidericher fehlt Branimir Bajic, der in der FLYERALARM Arena zum zehnten Mal in dieser Saison verwarnt wurde.

 

Aufstellung

Würzburg: Wulnikowski – Weil, Schoppenhauer, Fennell, Kurzweg – Benatelli, Taffertshofer – D. Russ (74. Shapourzadeh), Karsanidis (57. Haller), Daghfous – Soriano (70. Nagy).

Duisburg: Lenz – S. Bohl, Meißner, Bajic, Poggenberg – Tschanturia (75. Klotz), Hajri, Holland, Wolze (86. Bröker) – Iljutcenko, Onuegbu (53. Scheidhauer).

Statistiken

Tore: 1:0 Weil (10./Foulelfmeter), 2:0 Nagy (79.).

Gelbe Karten: Nagy / Bajic, Onuegbu.

Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel).
Zuschauer: 9806 (ausverkauft).

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