04.08.2015

Stadion-Debatte: „Das Kickers-Herz schlägt in Würzburg“

Kaum ist die Drittliga-Saison zwei Spieltage alt, schon entwickelt sich im Umfeld des FC Würzburger Kickers eine dynamische Debatte um einen Stadion-Neubau. „Das freut uns grundsätzlich, weil es uns zeigt, dass sich ganz viele Menschen mit dem Profifußball in Würzburg und den Kickers beschäftigen und wissen, was der Fußball für eine ganze Region bedeutet und welche Strahlkraft er besitzt“, sagt der beim Drittliga-Aufsteiger für die Anlagen zuständige Vorstand Sebastian Herkert: „Letztlich aber müssen wir alle realistisch bleiben. Uns ist es in kurzer Zeit gelungen, die FLYERALARM Arena Drittliga-tauglich zu machen. Das war ein absoluter Kraftakt, der sich aber gelohnt hat. Wer das Spiel und die packenden Atmosphäre bei unserer Heimpremiere gegen Dresden live miterlebt hat, hat gesehen, was der Fußball in Würzburg bewegen kann. Mit dem Pokalspiel gegen Bremen wartet am Samstag schon das nächste Fußballfest, die Vorfreude ist allerorten zu spüren.“

 

Die Partie gegen den Erstligisten (Samstag, 15.30 Uhr, FLYERALARM Arena, live bei „sky“) ist mit 10.006 Zuschauern längst ausverkauft, die Rothosen hätten gut und gerne mindestens nochmals so viele Karten verkaufen können.

 

Was die entfachte Diskussion um einen Stadion-Neubau angeht, sieht auch der Kickers-Vorstandsvorsitzende Michael Schlagbauer mit reichlich Gelassenheit: „Dass dies für alle eine wünschenswerte Sache wäre, ist unbestritten. Für uns als Würzburger Kickers aber ist klar, dass wir von solch einer Realisierung weit entfernt sind – vor allem, was eine nachhaltige Finanzierung angeht. Zudem kennen wir zum jetzigen Zeitpunkt kein Areal, auf dem eine neue Arena entstehen könnte. Und klar ist, auch wenn wir grundsätzlich nach allen lösungsorientierten Richtungen offen sind, dass die Würzburger Kickers ihre Heimat in der Stadt sehen. Das Kickers-Herz schlägt in Würzburg – und das sollte auch so bleiben.“

 

Dass nun in der Öffentlichkeit etwaige Arena-Standorte außerhalb der Stadtgrenzen diskutiert werden, „können wir nicht beeinflussen. Dass ein Unternehmen wie FLYERALARM ein Grundstück für den Neubau seiner Firmenzentrale sucht", ist laut Schlagbauer "nicht zwingend damit verknüpft, welchen Weg wir als Verein in Zukunft einschlagen. Wir alle sollten die Kirche im Dorf lassen. Die Saison ist gerade einmal zwei Spieltage alt. Aktuell geht es für den Verein darum, das Bestmögliche aus der FLYERALARM Arena zu machen. Dass die klubeigene Spielstätte ein für uns in jeglicher Hinsicht ein limitierender Faktor ist, wurde hinreichend diskutiert und ist jedem bewusst. Alleine aus diesem Aspekt heraus ist es unsere Pflicht, alle Möglichkeiten, so sie denn auf den Tisch kommen, auch mit aller Ernsthaftigkeit zu prüfen.“

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