Kickers nahe an der Überraschung: 0:2 gegen Werder nach Verlängerung

FC Würzburger Kickers
0 : 2
Werder Bremen

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DFB-Pokal 1. Hauptrunde 2015/16

08.08.2015

Spielbericht

Es hat nicht sollen sein: Drittliga-Aufsteiger FC Würzburger Kickers war nah dran, Bundesligist SV Werder Bremen das Aus in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs beizubringen. Am Ende aber heiß es nach 120 Minuten in der mit 9706 Zuschauern restlos ausverkauften FLYERALARM Arena 0:2 (0:0, 0:0).

 

„Wir haben heute mal wieder einen richtigen Pokalfight gezeigt“, sagte FWK-Trainer Bernd Hollerbach: „Ich muss meinen Jungs ein Riesenkompliment machen, wie sie einem erstklassigen Gegner wie Werder bei diesen hitzigen Temperaturen 120 Minuten alles abverlangt hat. Schade nur, dass wir dafür nicht belohnt worden sind.“

 

 

Besonders bitter schmeckt die Niederlage, weil Referee Rene Rohde zwölf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fälschlicherweise einen Treffer von Marco Haller die Anerkennung wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung versagte. Dass das Zuspiel regelkonform war, beweisen die TV-Bilder. Nur gut zehn Minuten später gab’s schon den nächsten Aufreger: Werder-Keeper Felix Wiedwald konnte von Glück reden, nicht Rot gesehen zu haben: Beim Klärungsversuch hatte der Schlussmann außerhalb des Strafraums Hand gespielt – die Szene blieb ungeahnt.

 

 

Der Favorit aus dem Norden, der noch ohne den neu verpflichteten Stürmer Aron Johannsson antrat, erspielte sich eigentlich nur zu Beginn ein Übergewicht. Bevor Referee Rene Rohde den Akteuren die erste von mehreren Trinkpause genehmigte, hatten die Bremer bereits zwei Chancen vergeben: Jannik Vestergaard köpfte auf das Tornetz (9.), der Freistoß von Zlatko Junuzovic streifte die Latte (24.).

 

Vor der Pause nahm die Partie an Fahrt auf. Die beste Gelegenheit vergab Bartels, der den Würzburger Keeper umkurvte, dann aber an Verteidiger Peter Kurzweg auf der Linie scheiterte (34.). Auf der Gegenseite zeigte Royal-Dominique Fennell eine Einzelleistung, kam aber nicht an Werder-Torwart Felix Wiedwald vorbei (36.). Der auffällige Mittelfeldspieler Daniel Nagy kam zweimal gefährlich zum Abschluss, Wiedwald vereitelte erneut (48./51.).

 

Von einem Klassenunterschied war in Unterfranken aber nichts zu sehen, der Drittliga-Aufsteiger wirkte trotz der Temperaturen von mehr als 35 Grad spritziger und kreierte über weite Phasen die besseren Chancen. Weil die Möglichkeiten aber ungenutzt blieben, schlug Bremen am Ende zu.

 

So kam Werder in Würzburg mit einem blauen Auge davon: Sowohl Anthony Ujah (102.) als auch Fin Bartels (108.) erzielten die Treffer per Rechtsschuss für die Hanseaten. „Wir müssen froh sein, hier als glücklicher Sieger vom Platz gegangen zu sein“, konstatierte Werder-Coach Vikor Skripnik nach der Hitzeschlacht am Würzburger Dallenberg, der einmal mehr Heimat einer tollen Kulisse und prickelnder Atmosphäre war. „Pokalspiele waren schon in der abgelaufenen Saison echte Höhepunkt, die Unterstützung von den Rängen war wieder überragend. Wir hätten uns bei unseren Fans gerne mit einem Sieg bedankt“, sagte Hollerbach.

Aufstellung

Würzburg: Brunnhübner – Thomik, Weil, Schoppenhauer, Kurzweg (72. Nothnagel) – Fennell, Karsanidis – Haller (78. Gutjahr), D. Nagy (96. Jabiri), Russ – Shapourzadeh

Bremen: Wiedwald – Gebre Selassie, Lukimya, Vestergaard, Garcia (94. Sternberg) – Bargfrede (90.+4 Galvez) – Grillitsch, Junuzovic – Eggestein (57. Öztunali) – Ujah, Bartels

Daten

Tore: 0:1 Ujah (102.), 0:2 Bartels

Kickers-TV

Folge 8

Die Stimmen zum Pokalspiel gegen Bremen

Folge 7

Die Vorschau auf den Pokal-Hit gegen Werder

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