Kein Traumstart – aber auch kein Grund zur Sorge

29.09.2026 / 11:15 Uhr

Sieben Spiele, sieben Punkte, Platz 16 und eine Tordifferenz von minus vier: Der Start der Kickers in die neue Drittliga-Saison war sicherlich nicht optimal. Für einen Aufsteiger, der sich zunächst wieder an das höhere Niveau gewöhnen muss, ist die bisherige Bilanz allerdings durchaus in Ordnung. Das entscheidende Ziel bleibt ohnehin unverändert: der Klassenerhalt.

 

Dass eine Momentaufnahme nach sieben Spieltagen noch wenig über den weiteren Saisonverlauf aussagt, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit. In der Saison 2019/20 standen die Kickers zu diesem Zeitpunkt mit sechs Punkten und einer Tordifferenz von minus neun sogar auf Platz 18. Am Ende stieg die Mannschaft unter Michael Schiele als Tabellenzweiter in die 2. Bundesliga auf. Auch 2017/18 arbeitete sie sich nach nur fünf Punkten aus den ersten sieben Partien noch bis auf den fünften Tabellenplatz vor.

 

Schiele kennt den Verein und die Situation

 

Mit Ausnahme der Spielzeiten 2015/16 unter Bernd Hollerbach und 2021/22 saß in allen hier betrachteten Drittliga-Saisons Michael Schiele auf der Trainerbank. Er kennt den Verein, die 3. Liga und auch schwierige Startphasen entsprechend gut.

Zudem führte Schiele die Kickers bereits zweimal zu einem Aufstieg: 2019/20 von der 3. Liga in die 2. Bundesliga und zuletzt 2025/26 von der Regionalliga zurück in die 3. Liga. In der aktuellen Saison geht es allerdings nicht um einen weiteren Aufstieg. Die Aufgabe ist eine andere: Die Kickers wollen sich als Neuling in der Liga etablieren und am Ende den Klassenerhalt sichern.

 

Pokal-Aus schmerzt – der Blick geht nach vorn

 

Für zusätzliche Ernüchterung sorgte zuletzt das Ausscheiden aus dem Toto-Pokal. Geplant war dieser Rückschlag nicht, und entsprechend schmerzhaft fällt er für Mannschaft und Trainer aus. Mit Blick auf die Liga sieht Schiele dennoch keinen Anlass, den bisherigen Saisonverlauf grundsätzlich infrage zu stellen.

„So hatten wir uns das Ausscheiden natürlich nicht vorgestellt. Das tut weh. Aber in der Liga ist für uns weiterhin alles drin. Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, glauben aber an unsere Stärken. Jetzt gilt es, nach ein paar Tagen Ruhe die Länderspiel-Pause zu nutzen und konsequent an unseren Fehlern zu arbeiten“, so Schiele.

 

Die aktuelle Lage sollte deshalb weder schöngeredet noch dramatisiert werden. Sieben Punkte sind keine komfortable Ausgangslage, aber für einen Aufsteiger auch kein Grund, bereits früh in der Saison nervös zu werden. Die Kickers befinden sich in einem Lernprozess – und liegen im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin im Rennen.

 

Nach der kurzen Verschnaufpause richtet sich der Fokus auf den 10. Oktober. Dann wartet mit dem Heimspiel gegen Hansa Rostock die nächste Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen, wichtige Punkte zu sammeln und den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Bereits diese Woche stehen die Rothosen aber bereits wieder auf dem Platz: Am Donnerstag in einem nicht öffentlichen Test gegen den Ligakonkurrenten VfB Stuttgart II, am Tag darauf beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim.

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