Besonderer Pokalabend vor großer Bühne: Kickers bieten dem 1. FC Köln lange Paroli

25.08.2026 / 19:45 Uhr

Es war ein besonderer Fußballabend für die Würzburger Kickers – in mehrfacher Hinsicht. Erstmals in der Vereinsgeschichte trafen die Rothosen in einem Pflichtspiel auf den 1. FC Köln, erstmals wurde ein DFB-Pokalspiel der Kickers live im Free-TV übertragen und vor ausverkaufter AKON Arena entwickelte sich ein echter Pokalfight. Auch vor den Fernsehbildschirmen stieß die Partie auf großes Interesse: In der Spitze verfolgten 1,41 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Begegnung bei RTL. Besonders bei den jungen Fußballfans erzielte die Übertragung mit bis zu 15,9 Prozent Marktanteil starke Werte.

 

Sportlich blieb die große Pokalsensation zwar aus, dennoch können die Würzburger Kickers auf ihren Auftritt gegen den Bundesligisten mit Stolz zurückblicken. Die Mannschaft von Cheftrainer Michael Schiele verlangte dem Favoriten über weite Strecken alles ab und musste sich erst nach großem Kampf mit 1:2 (1:0) geschlagen geben.

 

Die Gäste aus Köln erwischten den besseren Start, doch Marko Rajkovacic war mehrfach zur Stelle und bewahrte die Kickers mit starken Paraden vor einem frühen Rückstand. Mit zunehmender Spieldauer fand die Schiele-Elf immer besser in die Partie und nutzte ihre erste große Gelegenheit eiskalt aus: Nach einer Hereingabe von Tim Kraus war David Abrangao zur Stelle und brachte die AKON Arena in der 18. Minute zum Jubeln. Angetrieben von einer fantastischen Kulisse verteidigten die Kickers leidenschaftlich, arbeiteten geschlossen gegen den Ball und nahmen die verdiente Führung mit in die Halbzeitpause.

 

Auch nach dem Seitenwechsel hielt Würzburg dem Druck des Bundesligisten lange stand, ehe Isak Johannesson in der 62. Minute der Ausgleich gelang. Knapp eine Viertelstunde später drehte derselbe Spieler die Partie mit seinem zweiten Treffer. Doch die Rothosen gaben sich nicht geschlagen. Mit frischen Kräften warfen die Kickers in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Die große Chance auf den Ausgleich hatte Liam Omore tief in der Nachspielzeit, dessen Abschluss jedoch vom Pfosten gestoppt wurde. So blieb die starke Leistung gegen den Bundesligisten am Ende zwar unbelohnt, hinterließ aber einen bleibenden Eindruck.

 

Cheftrainer Michael Schiele zeigte sich trotz des Ausscheidens stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben uns wacker verkauft, uns top geschlagen, viel investiert – und vor allem sind wir wieder einen Schritt weiter gewesen als in den letzten Spielen. Wir werden dafür sorgen, dass wir die Leidenschaft dieses Abends mit in die Liga nehmen.“

 

Auch wenn der Einzug in die zweite Runde verpasst wurde, haben die Würzburger Kickers vor ausverkaufter AKON Arena und einem großen TV-Publikum eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Die gezeigte Leidenschaft, der Zusammenhalt und die couragierte Leistung gegen einen Bundesligisten machen Mut für die kommenden Aufgaben.

 

Der Blick richtet sich nun wieder auf den Ligaalltag. Bereits am kommenden Samstag gastieren die Würzburger Kickers um 14 Uhr beim MSV Duisburg. Dort möchte die Mannschaft an den leidenschaftlichen Pokalauftritt anknüpfen und die nächsten Punkte in der 3. Liga einfahren. Der Vorverkauf der Tickets für das Spiel in der Wedau findet am Mittwoch und Donnerstag auf der Geschäftsstelle statt (26.08. und 27.08.). MagentaSport und auch der Bayerische Rundfunk übertragen das Spitzenspiel der 3. Liga live im TV.

 

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