Raus aus dem Abseits: Drei Würzburger Institutionen bringen Inklusion auf die Straße

05.05.2022 / 09:00 Uhr

Am 5. Mai 2022 feiern die Lebenshilfe Würzburg, der Unternehmensverbund Mainfränkische und die Würzburger Kickers das Thema Inklusion mit einer weiteren gemeinsamen Aktion. Anlass ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sowie ein Aktionstag im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Lebenshilfe Bayern“.


Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Diesen nehmen die drei Kooperationspartner FC Würzburger Kickers, Unternehmensverbund Mainfränkische und Lebenshilfe Würzburg als Anlass und bringen das Thema Inklusion auf die Straße, ins Netz und damit ins Gespräch und in den öffentlichen Diskurs.


Rollstuhl- und Fußspuren führen durch die Stadt


Am 5. Mai führen mit Kreidefarbe gesprühte Rollstuhl- und Fußspuren durch ganz Würzburg zu einigen Einrichtungen der drei Kooperationspartner. Dort informieren Plakate über die Aktion sowie zu Inklusionsthemen. Die Spuren zeigen: Menschen mit Behinderungen sind sichtbar und hörbar mitten im Stadtgeschehen dabei. Der Rollstuhlreifen und der Fußabdruck stehen symbolisch für den gemeinsamen Weg. Seite an Seite setzen sich die drei Institutionen für stärkere Teilhabemöglichkeiten ein. Denn: Inklusion ist ein Prozess und gelingt nur gemeinsam.


Simon Haupt, Prokurist und kaufmännischer Leiter der Mainfränkischen Werkstätten, erklärt: „Der Unternehmensverbund Mainfränkische gestaltet vielfältige Arbeits-, Bildungs- und Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Hierfür benötigen wir die gesamte Würzburger Gesellschaft, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Wir freuen uns mit dieser Aktion Spuren zu setzen, denn Inklusion beginnt dort, wo Vielfalt sichtbar wird.“


Die Idee entstand im Rahmen eines Aktionstags zum Thema „Fußspuren“, zu dem der Landesverband der Lebenshilfe Bayern, anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums aufgerufen hat. „Gemeinsam sind wir unterwegs, ob zu Fuß oder im Rollstuhl, um Strukturen zu verbessern und inklusive Werte zu fördern, damit alle Menschen die Möglichkeit haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, so Martina Sponholz, Geschäftsführerin Lebenshilfe Würzburg e.V.

 

Starke Kooperation seit über einem Jahr


Der Protest- und Aktionstag ist nicht die erste Gelegenheit, bei der die drei Würzburger Institutionen zusammenarbeiten. Seit 2019 finden regelmäßig gemeinsame Aktionen statt.


Matthis Frankenstein, Leiter Marketing FC Würzburger Kickers, dazu: „Wir haben uns als Verein auf die Fahnen geschrieben, im sozialen Bereich Verantwortung zu übernehmen. Die Kooperation mit der Lebenshilfe Würzburg und dem Unternehmensverbund Mainfränkische bildet hier einen sehr wichtigen Baustein. Seit vielen Jahren arbeiten wir sehr intensiv und vertrauensvoll im Bereich Inklusion zusammen. Daher möchten wir als Kickers unseren Teil dazu beitragen, das Thema Inklusion und Teilhabe weiter in die Köpfe der Menschen zu bringen.“


Im März 2021 starteten die drei Bündnispartner eine offizielle Kooperation unter dem Motto „Zusammen mehr erreichen – ein starkes Team für Inklusion“.
Seitdem finden jährlich Inklusionswochen und gemeinsame Aktionen statt. Außerdem konnte ein inklusiver Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle der Kickers geschaffen werden. Darüber hinaus waren die Würzburger Kickers in den letzten Monaten für ein Fußballtraining in der Christophorus-Schule (Lebenshilfe Würzburg) vor Ort, Mitarbeitende der Mainfränkischen Werkstätten haben ein Training der Kickers besucht und Balltrage-Kinder aus der Christophorus-Schule haben ein Fußballspiel der Kickers miteröffnet.

 

Bild von links: Martina Sponholz (Geschäftsführerin Lebenshilfe Würzburg e.V.), Simon Haupt (Prokurist und kaufmännischer Leiter der Mainfränkischen Werkstätten), Hildegard Metzger (Stellv. Landesvorsitzende Lebenshilfe Landesverband Bayern), Matthis Frankenstein (Leiter Marketing FC Würzburger Kickers).

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