U13: Kleine Rothosen bezwingen die Junglöwen!

FC Würzburger Kickers
2 : 1
TSV 1860 München

BFV-Förderrunde, 3. Spieltag 2017/18

08.10.2017

Spielbericht

Am dritten Spieltag der Bundesliga Förderrunde war es soweit: Mit einer kämpferisch herausragenden Leistung zwang die U13 der Würzburger Kickers die kleinen Löwen in die Knie. Dabei bewiesen die Rothosen nach dem frühen Rückstand Moral und drehten diesen noch im Auftaktdrittel. Mit der Führung im Rücken ließen die Hausherren die Blauen kaum mehr zur Entfaltung kommen und feierten am Ende einen verdienten 2:1-Erfolg.

Gut gestartet waren die Junglöwen in die Förderrunde und konnten nach drei Spielen bereits fünf Punkte aufweisen. Besonders defensiv standen die Münchner dabei sehr kompakt und ließen bisher nur ein Gegentor zu. Ganz anders die Ausgangslage bei der Breunig-Elf bereits zehnmal mussten Leon Walch und Tilman Lang schon hinter sich greifen. So stand der FWK-Nachwuchs nach zwei Niederlagen noch ohne Zählbares auf der Habenseite da. Ein Umstand, der sich gegen die Löwen allerdings ändern sollte.

 

Doppelschlag der Kickers

 

Erneut hatten über 100 Zuschauer den Sportpark Sieboldshöhe gesäumt. Doch im Vergleich zum Duell gegen Fürth in der Vorwoche beflügelte die Kulisse die jungen Rothosen, die engagiert in die Partie starteten und den favorisierten Gästen von Beginn an die Stirn boten. 1860 war zwar spielerisch leicht überlegen, doch die Hausherren kämpften um jeden Ball und standen defensiv kompakt. Lediglich bei Jeremiah Dosis Flachschuss musste Leon Walch eingreifen (10.). Dennoch gingen die Löwen nach einem Eckball in Führung, als die Heimelf den Ball nicht konsequent klärte und Elvis Britner unhaltbar einschoss (12.). Doch im Gegensatz zu den ersten beiden Partien ließen sich die Breunig-Schützlinge vom erneuten Rückstand nicht beeindrucken und blieben im Spiel. Antonio Sicaja hätte, als er 60-Keeper Eric Lillemann unter Druck setzte, dessen Befreiungsschlag beinahe ins Tor geblockt (15.). Beide Teams lieferten sich in der Folge ein intensives, von vielen Zweikämpfen geprägtes Duell auf Augenhöhe. Offensiv war für die Heimelf kaum ein Durchkommen – bis in die Schlussphase des ersten Drittels. Nach einem Freistoß Lukas Dills von der Mittellinie hatte sich Louis Probst im Rücken seines Gegenspielers weggeschlichen, kam links im Strafraum alleine vor 60-Schlussmann Eric Lillemann frei zum Abschluss und jagte das Leder ins lange Eck. Etwas überraschend in dieser Phase hatten die Hausherren ausgeglichen und nutzten wenige Sekunden den Schockzustand der Gäste zum Doppelschlag. Louis Probst war nach innen gezogen und hatte aus 20 Metern abgezogen. Lillemann ließ nach vorne klatschen und Antonio Sicaja brachte seine Farben unter großem Jubel in Front (24.). Damit ging es dann auch in die Pause.

 

FWK verteidigt konzentriert

 

Und das Würzburger Feuer brannte auch nach dem Seitenwechsel weiter lichterloh und wäre beinahe noch größer geworden, doch 60-Ersatzkeeper Erion Avdija – gerade frisch eingewechselt – lenkte einen fulminanten Schuss Lukas Dills aus 25 Metern gerade noch über den Querbalken (28.). Die Gäste fanden gegen die aufopferungsvoll verteidigende FWK-Defensive kaum ein Mittel und kam nur selten in Tornähe. Und wenn, dann war spätestens bei einem Abwehrbein oder dem souverän aufspielenden Leon Walch Endstation. Lediglich nach einem kurz getretenen Münchner Eckball, der an den Pfosten klatschte, ging ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Doch auch diesmal blieb die Kickers-Abwehr aufmerksam und klärte (40.). Bis auf Cristian Leones Distanzversuch fiel den Löwen bis zur zweiten Pause nichts mehr ein.

 

Allerdings wurde bereits in den letzten Minuten des zweiten Drittels der Substanzverlust der Hausherren deutlich, was sich auch im Schlussabschnitt fortsetzte. Zwar waren die Gäste nun überlegen, doch die Breunig-Elf stemmte sich mit aller Macht gegen einen weiteren Gegentreffer und hatte ihrerseits sogar die Möglichkeiten zur Vorentscheidung. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Louis Probst drei Gegenspieler stehen gelassen und aus 20 Metern abgezogen. Doch sein Schuss ging um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei (54.). Nach einer guten Stunde war es erneut Probst über links, der alleine vor 60-Schlusmann Erion Avdija auftauchte, diesen auch tunnelte, doch ein Löwen-Abwehrbein klärte gerade noch zur Ecke. So versuchten die Münchner in den Schlussminuten noch einmal alles, fanden aber auch in letzten Zügen der Partie kein Mittel gegen um jeden Ball kämpfende Gastgeber.

 

So blieb es letztlich beim verdienten Heimsieg der jungen Rothosen, die den spielstarken Löwen über 70 Minuten besonders kämpferisch Paroli boten und unter dem Strich auch die Mehrzahl an gefährlichen Tormöglichkeiten verbuchten. Damit klettert die Breunig-Elf auf den sechsten Platz und fährt mit großem Selbstvertrauen am kommenden Samstag in den Ingolstädter AUDI-Sportpark.