12. Spieltag 2018/19


 

24.03.2019

2:1-Heimsieg gegen die Löwen: U13 dreht emotionales Spiel!

FC Würzburger Kickers
2 : 1
TSV 1860 München

Spielbericht

Nach der Niederlage gegen den Branchenprimus in der Vorwoche nahm sich der 2006er-Jahrgang der Rothosen gegen den TSV 1860 München einiges vor. Gerade beim Gedanken an den klaren 4:0-Auswärtserfolg aus der Hinrunde sollten auch beim Heimspiel drei Punkte eingefahren werden.

 

Abtasten auf beiden Seiten im ersten Drittel

 

Nach einer guten und konzentrierten Trainingswoche schienen die eigenen Erwartungen der kleinen Rothosen zunächst eher hemmend auf sie zu wirken. Im ersten Drittel tat man sich extrem schwer in die Zweikämpfe zu finden und bei eigenem Ballgewinn wurde dieser zu oft zu hektisch wieder hergeschenkt. Ein Problem, dass sich bereits durch die ganze Saison zieht und an welchem in der vorangegangenen Trainingswoche intensiv gearbeitet wurde. Die dort erzielten Fortschritte schienen sich zunächst jedoch nicht auf das Spiel zu übertragen. Abgesehen von einer großen Torchance in der 10. Minute kamen jedoch auch die Münchner nicht wirklich gefährlich vor das Tor der Heimmannschaft. Letztendlich konnte ein rotes Bein immer noch klären oder den Schuss im letzten Moment abblocken. Auf der anderen Seite kam man hingegen selbst kaum in Strafraumnähe und wenn doch war der letzte Pass zu ungenau. Somit ging es mit einem etwas Glücklichen 0:0 in die Drittelpause.

 

1860 geht glücklich in Führung

 

Nachdem auch im 1. Drittel den jungen Kickers der Wille nicht abzusprechen war, schafften sie es im folgenden Drittel deutlich mehr Zugriff auf das Spiel zu bekommen und das Spielgeschehen hauptsächlich in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Henning traf nach einem Freistoß kurz nach Wiederanpfiff jedoch nur die Latte (27.). Fast im direkten Gegenzug kamen die Sechziger zu einem ihrer seltenen Vorstöße im 2. Drittel in dessen Folge ein gegnerischer Stürmer im Strafraum gefoult wurde. Der daraus resultierende Elfmeter prallte jedoch von der Latte wieder zurück ins Feld und konnte geklärt werden (28.). Somit blieb es zunächst beim 0:0. In der Folge spielte sich das Hauptgeschehen in der gegnerischen Hälfte ab und die Heimmannschaft hatte deutlich mehr Ballbesitz ohne daraus Kapital schlagen zu können. Einige Male spielte man sich gut bis an oder in den gegnerischen 16er, traf dann jedoch ein ums andere Mal die falsche Entscheidung. Gegen Ende des ersten Drittels leitete dann eine unglückliche Aktion den Treffer des Gegners ein. Der Ball war eigentlich in den eigenen Reihen, doch Hagemann sprang der Ball zu weit vom Fuß und ein Gegner konnte dazwischen gehen, und legte den Ball zurück zu einem Mitspieler, welcher zum 0:1 einschoss (45.). Ohne zu wissen, wieso man überhaupt zurücklag, ging es für die Heimmannschaft mit einem Rückstand in die letzte Pause.

 

Kämpferische Rothosen drehen das Spiel

 

Mit ordentlich Wut im Bauch und dem unbändigen Willen das Spiel noch zu drehen kamen die Roten dann in den dritten Durchgang und konnten das Spiel noch mehr an sich reißen. Die nun noch tiefer stehenden Gäste kamen kaum mehr zu Kontergelegenheiten, waren andererseits zunächst aber auch nur schwer zu überspielen. Dennoch wurde das Offensivspiel der Kickers von Minute zu Minute besser und man bekam das Gefühl, das es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Ausgleich fällt. So konnte sich der aus der Verteidigung in den Sturm vorgezogene Janati kurz nach dieser Maßnahme mit cleverem Körpereinsatz gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und aus kurzer Distanz überlegt am Torwart vorbei zum Ausgleich einschießen (60.). Die Freude über den verdienten Ausgleich kannte keine Grenzen, aber die jungen Rothosen hatten noch nicht genug und wollten unbedingt noch das Siegtor erzielen. Die weiter mutig nach vorne spielenden Kickers ließen den Münchnern keine Luft zum Atmen und konnten sich immer wieder in gute Positionen bringen, ohne zunächst wirklich gefährlich zu werden. In der 65. Minute holte Cissé dann jedoch einen berechtigten Elfmeter heraus. Nach der alten Weisheit „Der Gefoulte sollte nicht selbst schießen“ konnte Cissé diese Chance jedoch leider nicht nutzen und es blieb beim 1:1.

 

Kickers erzielen viel umjubelten Siegtreffer

 

Dass der Würzburger Nachwuchs weiter an den Siegtreffer glaubte war unmittelbar zu spüren und auch die Heimfans und -eltern wurden mitgerissen. In der letzten Minute konnte Ramirez den Ball 25 Meter vor dem gegnerischen Strafraum gut festmachen und wurde von einem Sechziger zu Boden gerissen. In der letzten Aktion des Tages nahm sich Deißenberger die Kugel und schoss sie zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer genau in den Winkel (75.). Kurz darauf war das Spiel vorbei und der Jubel kannte nach dieser Achterbahnfahrt und einigen Reibereien mit dem gegnerischen Trainerteam keine Grenzen.

 

Nächste Woche wartet der nächste Kracher

 

Alles in allem steht ein verdienter Heimsieg zu Buche und vor allem in den letzten beiden Drittel war unbändige Einsatzbereitschaft und unbändiger Wille zu sehen. Auch spielerisch konnte die junge Mannschaft mit zunehmender Spieldauer immer mehr Akzente setzen.

 

Nächsten Samstag geht es nun zu Greuther Fürth. Nach dem 2:2 im Hinspiel rechnen sich die jungen Rothosen hier ebenfalls etwas aus. Mit diesem Einsatz und Charakter und noch etwas mehr Ruhe und Übersicht im Aufbauspiel ist auch hier alles möglich.

 

Aufstellung

Bethäußer, Cissé, Deißenberger, Gehring, Hagemann, Henkelmann, Henning, Hess, Janati, Kalandia, Kalb, Knaus, Krasniqi, Peter, Ramirez, Rehberger, Sadiku

 

Statistiken

0:1 (45.), 1:1 Janati (60.), 2:1 Deißenberger (75.)

#ROTHOSENHELFEN

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