34. Spieltag 2016/17


 

21.05.2017

34. Spieltag: Kickers unterliegen Bundesliga-Rückkehrer VfB Stuttgart

VfB Stuttgart
4 : 1
FC Würzburger Kickers

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Spielbericht

Es hat nicht sein sollen: Der FC Würzburger Kickers musste sich am 34. und letzten Zweitliga-Spieltag dieser Saison beim Meister und Bundesliga-Rückkehrer VfB Stuttgart mit 1:4 (0:1) geschlagen geben. Vor 60.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena erzielten Matthias Zimmermann (32.), Simon Terodde (59./79.) und Daniel Ginczek (89.) die Tore für die Schwaben. Tobias Schröck (78.) markierte den Treffer für die Kickers, die in der Abschlusstabelle auf Platz 17 blieben und damit in der nächsten Saison wieder in der 3. Liga spielen.

 

"Klar sind wir alle enttäuscht. Wir haben auch heute wieder alles versucht, aber am Ende ist dies freilich kein schöner Moment. Wir hatten auch heute wieder unsere Chancen – das gegen die beste Mannschaft der Liga. Aber wir konnten sie, wie zuletzt so oft, nicht nutzen. Am Ende war die Liga so stark, dass 34 Punkte nicht zum Klassenerhalt reichen. Trotzdem gehen wir erhobenen Hauptes", sagte FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach: "Der Verein ist solide und gesund aufgestellt, wir bedanken uns bei all denen, die seit drei Jahren an dieses Projekt glauben und uns durchweg sensationell unterstützt haben. Die Region hat sich klar zum Profifußball bekannt."

 

Wir bedanken uns bei all denen, die seit drei Jahren an dieses Projekt glauben und uns durchweg sensationell unterstützt haben.

Bernd Hollerbach

 

Wie groß der Rückhalt auch gerade in dieser nicht leichten Phase ist, unterstreicht die Tatsache, dass am Sonntag über 3.000 Rothosen-Anhänger mit ins Ländle gekommen waren. Aufgrund des Platzsturms der Stuttgarter Fans mit Schlusspfiff hatte die Mannschaft bedauerlicherweise  aus Sicherheitsaspekten nicht die Gelegenheit, sich bei den Fans persönlich dafür zu bedanken. "Es tut uns leid, dass dies nicht möglich war. Die Unterstützung war phänomenal", sagte Kickers-Kapitän Sebastian Neumann.

 

Bernd Hollerbach hatte im Vergleich zum 0:1 gegen den SV Sandhausen drei Änderungen vorgenommen: Joannis Karsanidis, Rico Benatelli und Sebastian Ernst begannen anstelle von Lukas Fröde, Elia Soriano (beide Gelbsperre) und Patrick Weihrauch.

 

Kickers mit bester Chance in der Anfangsphase

 

Es entwickelte sich von Beginn an ein offenes Spiel, Stuttgarts ersten Angriff stoppte Emanuel Taffertshofer nach Emiliano Insuas flacher Hereingabe (4.). Fünf Minuten später war David Pisot nach einem Querpass von Alexandru Maxim zur Stelle, kurz drauf kam FWK-Schlussmann Jörg Siebenhandl vor Simone Terodde an die Kugel. Die erste dicke Möglichkeit der Partie erspielten sich allerdings die Rothosen: Peter Kurzweg war auf der linken Seite schön freigespielt worden und versuchte es mit einem Schuss aus spitzem Winkel. VfB-Keeper Mitch Langerak konnte den Ball mit einem Reflex nach vorne abwehren, beim Nachschuss von Nejmeddin Daghfous war der Stuttgarter Torhüter erneut zur Stelle und vereitelte in höchster Not die Kickers-Führung. 

 

Der VfB musste auch nach einer halben Stunde, nachdem Sebastian Neumann mit einem starken Tackling gegen Simon Terodde einen Angriff der Schwaben unterbinden konnte (18.) und Maxim seinen Nebenmann Daniel Ginczek nicht fand, weiter auf seinen ersten Schuss aufs Tor warten. In der 32. Minute war die Freude bei den Gastgebern dann aber groß: Matthias Zimmermanns Schuss aus 25 Metern schlug unhaltbar im rechten oberen Eck ein, der VfB ging mit dem ersten Schuss auf das Kickers-Gehäuse in Führung. 

 

Der FWK schüttelte sich kurz und versuchte, noch vor der Pause auszugleichen: Kurzwegs Ball aus 20 Metern flog jedoch über das Tor (36.). Gefährlicher wurde es in der 44. Minute, als  Langerak einen schönen Daghfous-Distanzschuss aus 18 Metern gerade noch über die Latte lenken konnte. Bei der anschließenden Ecke setzte sich Kurzweg im Zentrum durch, sein Kopfball konnte Langerak aber festhalten. Der VfB ging also mit einer 1:0-Führung in die Pause.

 

Anschlusstreffer durch Schröck

 

Nach dem Seitenwechsel ergaben sich für die Hausherren zwei Chancen für Terodde, der Top-Torjäger der 2. Liga vergab diese Möglichkeiten jedoch (49./51.). In der 54. Minute wechselte Bernd Hollerbach zum zweiten Mal: Nachdem er vor der Pause Valdet Rama für Johannis Karsanidis gebracht hatte, kam nun Dániel Nagy für Sebastian Ernst in die Begegnung. 

 

In der 59. Minute kamen die Kickers nach Doppelpass von Nagy und Schröck in den Strafraum, dieser wurde jedoch im letzten Moment gestört. Im Gegenzug legte Ginczek auf Terodde, der das 2:0 für den VfB markierte. In der 70. Minute parierte Siebenhandl stark gegen Insua, vier Zeigerumdrehungen später konnte er einen Ginczek-Abschluss entschärfen. In der 76. Minute wechselte Hollerbach dann zum dritten Mal aus: Dennis Schmitt feierte sein Zweitliga-Debüt! Der 23-Jährige war vor rund drei Jahren der erste Akteur, der sich zum Würzburger Profifußball-Projekt bekannt und einen Vertrag unterschrieben hatte.

 

Zwei Minuten später kamen die Rothosen infolge eines Eckballs nach einem Schuss von Rico Benatelli durch Tobias Schröck auf 1:2 heran (78.). Stuttgart nutzt jedoch prompt den nächsten Angriff und erhöhte in Person von Terodde auf 3:1 (79.). Kurz vor Ende setzte Ginczek schließlich den Schlusspunkt (89.) für die Schwaben, die damit ausgelassen die Rückkehr in die Bundesliga feierten.  "Fußball kann bisweilen auch grausam sein. Die lezten beiden Jahre waren es wir, die am Ende gefeiert haben. So ist das, Jetzt lassen wir erst einmal alles sacken. Dann setzen wir uns zusammen und blicken gemeinsam nach vorne", sagte Hollerbach.

Aufstellung

Stuttgart: Langerak – Pavard, Baumgartl, Kaminski, Insua – Gentner, 

M. Zimmermann (73. Ofori) – Ginczek, Maxim (77. Özcan), Brekalo (64. Klein) – Terodde. 

Würzburg: Siebenhandl – Pisot, Neumann, Schoppenhauer – Karsanidis (37. Rama/76. Schmitt), Schröck, Taffertshofer, Benatelli, Kurzweg – Daghfous, Ernst (54. Nagy).

Daten

Tore: 1:0 Zimmermann (32.), 2:0 Terodde (59.), 2:1 Schröck (78.), 3:1 Terodde (80.), 4:1 Ginczek (89.).

Gelbe Karten: – Schröck (66.), Schoppenhauer (79.).

Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg).

Zuschauer: 60.000 (ausverkauft).

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