13. Spieltag 2016/17


 

18.11.2016

2:2: Rothosen holen einen Punkt in Nürnberg

1. FC Nürnberg
2 : 2
FC Würzburger Kickers

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Spielbericht

Der FC Würzburger Kickers hat zum Auftakt des 13. Spieltags der 2. Liga im Frankenderby beim 1. FC Nürnberg einen Zähler mitgenommen. Nach intensiven 90 Minuten hieß es im Stadion Nürnberg vor 37.673 Zuschauern, der größten Kulisse bei einem Kickers-Spiel überhaupt, 2:2 (0:1). Guido Burgstaller brachte die Gastgeber unmittelbar vor der Pause mit 1:0 in Führung (45.), Elia Soriano (54.) und David Pisot (56., Foulelfmeter) drehten die Begegnung nach dem Seitenwechsel zugunsten der Rothosen. Den Treffer zum 2:2-Endstand erzielte Even Hovland in der 89. Minute. "In der ersten Halbzeit war es ein zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Der zweite Durchgang hatte dagegen alles zu bieten, was das Fußballherz begehrt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und ein tolles Derby. Auch wenn der Zeitpunkt beider Gegentore natürlich bitter ist, hat meine Mannschaft vor dieser Kulisse stark dagegengehalten. Die Entwicklung ist toll", sagte FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach, der im Vergleich zur erfolgreichen Montags-Premiere gegen den FC St. Pauli (1:0) eine Änderung vorgenommen hatte. Emanuel Taffertshofer begann im Mittelfeld anstelle von Anastasios Lagos.

 

Beide Mannschaften tasteten sich in der Anfangsphase ab, den ersten Warnschuss setzte der FWK in Person von Nejmeddin Daghfous ab, FCN-Schlussmann Thorsten Kirschbaum war allerdings zur Stelle (18.). In der 24. Minute kamen die Nürnberger zum ersten Mal gefährlich in den Strafraum, Sebastian Neumann klärte eine Flanke von der linken Seite jedoch mit einer klasse Abwehraktion. Zwei Zeigerumdrehungen später erarbeiteten sich die Mainfranken die bis dato beste Chance des Spiels: Miso Brecko fälschte einen Daghfous-Schuss gefährlich ab, Club-Torhüter Kirschbaum lenkte die Kugel jedoch mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Gastgeber, die bis dahin gegen eine gut organisierte FWK-Defensive kaum ein Durchkommen fanden, stärker: In der 44. Minute konnte Neumann einen Schuss von Burgstaller noch blocken, wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff erzielte der FCN-Torjäger,nachdem er sich zuvor im Strafraum durchgesetzt hatte, mit einem Flachschuss das 1:0 für den Club.

 

Packende zweite Hälfte

 

Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte ebenfalls den Gastgebern. Robert Wulnikowski war jedoch zunächst gegen Kevin Möhwald zur Stelle, auch den Nachschuss parierte er der FWK-Schlussmann glänzend. Nach dieser Aktion kamen dann aber die Kickers zum Zug: Soriano behauptete sich am Strafraum und sorgte mit einem von Lukas Mühl abgefälschten Drehschuss für den 1:1-Ausgleich (54.). Die über 2.000 mitgereisten FWK-Anhänger (Kapitän Sebastian Neumann: "Die Unterstützung war großartig, das hat uns zu ein paar Prozent mehr verholfen. Vielen Dank an unsere Fans.") hatten zwei Zeigerumdrehungen erneut Grund zum Jubeln: Nach einem Foul von Hovland am eingewechselten Valdet Rama verwandelte Pisot einen Strafstoß souverän im rechten unteren Eck zur 2:1-Führung (56.). "Wir mussten in der Pause reagieren und offensiver auftreten", sagte Hollerbach, der Rama zur Halbzeit für Rico Benatelli brachte, den Albaner aber kurze Zeit später verletzt wieder vom Feld nehmen musste.

 

Nach dem Würzburger Doppelschlag erhöhten die Nürnberger die Schlagzahl. In der 66. Minute verhinderte Sascha Traut am kurzen Pfosten nach einem Schuss von Tobias Kempe aus spitzem Winkel den Ausgleich. Eine Viertelstunde vor dem Ende versuchte es Kempe erneut, sein Schuss aus 20 Metern segelte allerdings knapp über das FWK-Gehäuse. Die bis dato dickste Gelegenheit zum Ausgleich hatte der Club drei Minuten vor dem Ende: Nach einem unwiderstehlichen Antritt wurde Burgstallers Schuss abgefälscht. Von der Latte sprang die Kugel zu Kempe, dessen Schuss Neumann in letzter Sekunde von der Linie kratzte. In der 89. Minute kamen die Nürnberger schließlich doch noch zum Ausgleichstreffer: Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld ließ Hovland mit einem Kopfball aus sieben Metern Wulnikowski keine Chance - 2:2.  Dies war nach einer rassigen Schlussphase gleichzeitig der Endstand eines vor allem in der zweiten Hälfte packenden Frankenderbys. "Respekt an die Kickers, wie sie sich in dieser Saison wehren und stabil stehen. Ich hatte nach dem Auslassen der Großchancen nicht mehr damit gerechnet, das 2:2 zu machen", sagte FCN-Cheftrainer Alois Schwartz. 

 

Am kommenden Wochenende kommt es für die Rothosen zum Wiedersehen mit dem FC Erzgebirge Aue. Der Mitaufsteiger ist am Freitagabend um 18:30 Uhr in der FLYERALARM Arena zu Gast (Hier gibt es Tickets).

Aufstellung

Nürnberg: Kirschbaum - Brecko, Hovland, Mühl, Sepsi (88. Gislason) - Petrak, Behrens (62. Teuchert) - Kempe, Möhwald, Leibold (62. Salli) - G. Burgstaller.

Würzburg: Wulnikowski – Pisot, Neumann, Junior Díaz – Traut (76. Schoppenhauer), Schröck, Taffertshofer, Kurzweg – Benatelli (46. Rama, 63. Karsanidis) – Soriano, Daghfous.

Daten

Tore: 1:0 Burgstaller (45.), 1:1 Soriano (54.), 1:2 Pisot (56., Foulelfmeter), 2:2 Hovland (89.). 

Gelbe Karten: Hovland (55.), Brecko (57.), Petrak (81.) - Benatelli (41.), Traut (71.), Kurzweg (89.).

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau).

Zuschauer: 37.673.