DFB-Pokalwettbewerb, 2. Runde 2016/17


 

25.10.2016

3:4 nach Elfmeterschießen: FWK unterliegt 1860 denkbar knapp

FC Würzburger Kickers
3 : 4
TSV 1860 München

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Spielbericht

Der FC Würzburger Kickers hat sich in der zweiten Runde des DFB-Pokalwettbewerbs trotz eines harten Fights dem TSV 1860 München geschlagen geben müssen. Vor 12.145 Zuschauern in der FLYERALARM Arena setzten sich die Gäste mit 4:3 in der Glückslotterie namens Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden. "Wir haben heute ein typisches Pokalspiel gesehen. Die Partie war sehr intensiv, beide Mannschaften haben enorm gefightet und wollten den Lucky-Punch setzen", sagte FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach, der im Vergleich zum 0:2 gegen den Karlsruher SC vier Änderungen vorgenommen hatte: Anstelle von Robert Wulnikowski, Valdet Rama, Felix Müller und Elia Soriano standen Jörg Siebenhandl, Peter Kurzweg, Patrick Weihrauch und Marco Königs in der Startelf.

 

Die Begegnung begann ausgeglichen, den erste Warnschuss der Partie setzte Sechzigs Daniel Adlung von der linken Strafraumkante aus. Das Spielgerät flog jedoch am linken Pfosten vorbei (8.). In der 21. Minute kamen die Gäste in Person von Stefan Mugosa aus 15 Metern zum Abschluss, FWK-Schlussmann Siebenhandl musste allerdings nicht eingreifen. Nach einer knappen halben Stunde kamen die Rothosen erstmals gefährlich vor das Tor der Löwen. Nach einem Freistoß von Nejmeddin Daghfous verpasste Clemens Schoppenhauer die Kickers-Führung aus kurzer Distanz nur knapp (29.). Fünf Minuten später packte Daghfous einen Freistoß-Hammer aus, TSV-Keeper Jan Zimmermann konnte den strammen Schuss des Tunesiers jedoch nach vorne abklatschen. 

 

Gut organisierte Abwehrreihen

 

Nach dem Seitenwechsel standen beide Defensivreihen über weite Strecken kompakt, sodass sowohl die FWK- als auch die Löwen-Offensive kaum ernsthafte Torchancen kreieren konnten. In der Schlussphase waren es vor den Augen von DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch die Rothosen, die auf die Führung drängten. Eine Kurzweg-Flanke (73.) fand jedoch ebenso wenig einen Abnehmer wie die Hereingaben von Daghfous (75.) und Rama (90.1). In der zweiten Minute der Nachspielzeit tauchten plötzlich die Münchner gefährlich im Kickers-Strafraum auf. Siebenhandl hielt den Schuss von Sascha Mölders jedoch sicher fest. Kurze Zeit später war die reguläre Spielzeit abgelaufen, wie auch in der ersten Runde gegen Eintracht Braunschweig hieß es für die Rothosen Verlängerung. 

 

Entscheidung im Elfmeterschießen

 

Dort waren es die Mainfranken, die dem Führungstreffer zunächst deutlich näher waren: Zunächst setzte Sebastian Neumann einen Kopfball knapp am Tor vorbei (95.), dann köpfte der eingewechselte Rama das Spielgerät an den Querbalken (99.) – die beste Chance der Begegnung. Nach Wiederanpfiff war es FWK-Torhüter Siebenhandl, der auf der Gegenseite mit seinen Paraden gegen Mugosa (110.) und Levent Aycicek (111.) einen Würzburger Rückstand verhinderte und dafür sorgte, dass es schließlich ins Elfmeterschießen ging. 

 

Nachdem Elia Soriano und Filip Stojkovic ihre Strafstöße nicht verwandeln konnten, blieb das Elferschießen bis zum zehnten Schützen offen. Daghfous traf die Latte, wodurch die Münchner am Ende den Einzug ins Achtelfinale feiern konnten, während die Rothosen von ihren Fans großen Applaus für einen packenden Pokal-Fight erhielten. Gäste-Coach Kosta Runjaic zeigte sich nach Spielende erleichtert, wusste aber auch, dass "beide Mannschaften sich komplett verausgabt haben und wir am Ende der glückliche Sieger sind. Das hätte auch andersherum enden können". 

 

Am Sonntag geht es für den FC Würzburger Kickers mit dem Auswärtsspiel bei Bundesliga-Absteiger Hannover 96 weiter. Anstoß in der HDI Arena ist um 13.30 Uhr. "Es stimmt mich positiv, wie wir heute aufgetreten sind. Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft und ein gutes Spiel gemacht. Für sie tut es mir besonders leid. Wir werden uns nun voll und ganz auf die Liga konzentrieren", sagte Hollerbach mit Blick auf die kommenden Wochen.

Aufstellung

Würzburg: Siebenhandl – Pisot, Schoppenhauer, Neumann, Kurzweg (77. Müller) – Schröck, Junior Díaz – Weihrauch (84. Rama), Benatelli, Daghfous – Königs (104. Soriano).

 

München: Zimmermann – Perdedaj (54. Stojkovic), Mauersberger, Uduokhai, Wittek – Lacazette, Neuhaus – Adlung, Karger (46. Andrade/64. Aycicek) – Mugosa, Mölders.

Daten

Tore (im Elfmeterschießen): 0:1 Aycicek, 1:1 Rama, 1:2 Uduokhai, 1:3 Wittek, 2:3 Benatelli, 3:3 Pisot, 3:4 Mölders. 

Gelbe Karten: Junior Díaz (82.) - Uduokhai (10.), Neuhaus (29.), Perdedaj (45.), Adlung (88.).

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart).

Zuschauer: 12.142.