„Die Stadionfrage braucht neuen Schwung!“

08.07.2021 / 17:00 Uhr

Die Kickers dauerhaft im Bereich der Plätze 20 bis 40 aller Clubs im deutschen Profifußball zu etablieren – so formuliert er seine Mission klar, überzeugt und ambitioniert. Christian Jäger, 53 Jahre, Diplom-Ökonom und gebürtiger Schwabe ist seit dem 1. Juli neuer Vorstandsvorsitzender des FC Würzburger Kickers und seit seinem Amtsantritt ein gefragter Gesprächspartner rund um den Dallenberg.

 

Besuch im Trainingslager der Profis, Mitarbeiterrunde auf der FWK-Geschäftsstelle sowie Journalisten-Gespräch in lockerer Atmosphäre … die ersten Tage als neuer Club-Chef waren für Christian geprägt von ersten Kennenlern-Terminen. Dass er dabei bestens informiert und vorbereitet wirkt, kommt nicht von ungefähr. „Seit mein Wechsel zu den Kickers feststand, habe ich zahlreiche Vorgespräche geführt, mich intensiv auf die Aufgabe vorbereitet. Sehr viele und gute Beratungen mit meinem Vorgänger Daniel Sauer, mit meinem Vorstandskollegen Sebastian Schuppan und natürlich mit Aufsichtsratschef Thorsten Fischer haben stattgefunden“, berichtet er und kann seine ausgemachten Schwerpunktthemen und Herausforderungen daher schon deutlich fassen. „Die Verbesserung der Infrastruktur und die Stärkung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden Priorität haben.“

 

Dabei kommt ein Thema gleich auf die Tagesordnung, das den meisten Kickers-Anhänger sicher ebenso wichtig sein dürfte, wenngleich viele die Hoffnungen in diese Richtung schon aufgegeben haben dürften. „Die Stadionfrage“, sagt Christian Jäger, „braucht in jedem Fall neuen Schwung! Für die Zukunftsentwicklung der Kickers ist eine moderne Arena unabdingbar.“

 

Ein neues Stadion helfe grundlegend, die strukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. „Erst muss die Infrastruktur verbessert werden, dann kommt der sportliche Erfolg. Mehr Einnahmen stehen oftmals in direktem Zusammenhang mit sportlichem Erfolg“, betont Christian. Der Vorstandsvorsitzende möchte dafür auch mehr Partner in der Region finden. Mit Innovationskraft, Emotionalität und Qualität auf und neben dem Platz wollen die Kickers lokale Unternehmen überzeugen, an den Club binden und langfristige Kooperationen eingehen. „Individuell und mit neuen, auf den Partner angepassten Sponsoring-Modellen“, so der Vermarktungsexperte, der in seiner Karriere unter anderem rund 16 Jahre für die auf dem deutschen Markt größte Sportrechteagentur SPORTFIVE tätig war.

 

Auch in der Präsenz der Kickers in der Stadt und der Wahrnehmung in Mainfranken sieht der neue Vorstandsvorsitzende Christian Jäger Potential nach oben: „Wir müssen das Interesse der Menschen an den Kickers wecken. Wer hier lebt – ob als geborener Würzburger oder auch nur auf Zeit, wie die große Gemeinschaft der Studenten in unserer Stadt – soll uns als Teil seiner Heimat wahrnehmen und begleiten.“ Der Funke soll vom Rasen auf die Ränge überspringen mit „begeisterndem, aktivem Fußball“. Die Eindrücke aus dem Trainingslager haben entsprechend Hoffnung gemacht, dass genau das der Mannschaft Torsten Ziegners gelingt. Die Kickers wollen wieder offener, nahbarer, familiärer sein, transparenter agieren. Darauf will Christian Jäger zukünftig besonders achten.

 

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