Kickers-Duell am Samstag auf der Waldau

22.10.2015 / 14:44 Uhr

Beide Teams eint weit mehr als der Name: Wenn die Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (14 Uhr, Gazi-Stadion auf der Waldau) den FC Würzburger Kickers empfangen, dann ist das auch der Treffen zweier Teams, die zuletzt trotz spielerischer Überlegenheit und einem deutlichen Chancenplus leer ausgegangen sind. Während der Aufsteiger aus Mainfranken seine Partie in der FLYERALARM Arena gegen den VfL Osnabrück unglücklich mit 0:1 (0:0) verloren hat, zogen die Schwaben im innerstädtischen Vergleich gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit 1:2 (0:0) den Kürzeren. Für das Team aus Baden-Württemberg war es die vierte Niederlage in Serie. Die Rothosen haben indes nach 13 Spieltagen einen Zähler weniger auf dem Konto und liegen in der Tabelle als aktueller Zwölfter einen Rang hinter dem SV Stuttgarter Kickers. In der abgelaufenen Spielzeit verpassten die Schwaben in der Endabrechnung nur knapp Rang drei und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur zweiten Liga.

 

Für Würzburgs Royal-Dominique Fennell ist das Match am Samstag eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte: Erst vor der Saison wechselte der Defensivspieler aus Stuttgart an den Dallenberg. Acht Jahre kickte der 26-Jährige für die Schwaben, nachdem er 2007 vom SSV Ulm zum SV Stuttgarter Kickers gewechselt ist. „Ich freue mich auf das Spiel. Wir haben, so denke ich, gute Chancen, um dort etwas mitzunehmen. Die Stuttgarter befinden sich aktuell in einer kleinen Krise. Es dürfte ein interessantes Spiel werden“, sagt Fennell, der aber auch erkannt hat, „dass wir im Training die Tore machen, da sieht das alles eigentlich immer ganz gut aus. Warum wir im Spiel die Tore nicht machen, weiß ich auch nicht. Am Training liegt es definitiv nicht.“

 

Dass es auch angesichts des Stuttgarter Negativlaufes keine leichte Angelegenheit ist, bleibt auch Fennell nicht verborgen: „Es wird auf jeden Fall ein Spiel, in dem wir wieder alles geben. In Stuttgart bei den Kickers ist es immer schwer, etwas zu holen. Das wissen wir, umso mehr werden wir uns ins Zeug legen. Die Stuttgarter werden versuchen, ihren Offensivfußball zu spielen. Wir sind dagegen eher auf unsere Defensive bedacht. Erstmal muss bei uns die Null stehen. Aus einer kompakten Defensive heraus werden wir versuchen, Nadelstiche nach vorne zu setzen. Stuttgart ist momentan in einer kleinen Krise und etwas verunsichert. Vielleicht ist das unsere Chance und uns gelingt es, dort am Wochenende Punkte mitzunehmen.“

 

Für den Aufsteiger gilt es, in Stuttgart vor allem auf Erich Berko aufzupassen. Mit fünf Treffern ist der Angreifer bester Schütze im Team von Trainer Horst Steffen, das zu Hause eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen hat: In bislang sechs Matches haben die Stuttgarter zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen vorzuweisen. Die Würzburger Auswärtsstatistik spricht indes eine klare Sprache – mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage steht der Aufsteiger in dieser Kategorie auf Rang vier.

 

Auf Seiten der Hausherren werden am Samstag aller Voraussicht nach Daniel Kaiser, Gradas Sirgedas sowie Marco Calamita (alle im Aufbautraining) ausfallen, während die Mainfranken auf die langzeitverletzten Nico Herzig und Daniele Bruno verzichten müssen. Nico Gutjahr ist nach seinem Syndesmosebandanriss wieder ins Lauftraining eingestiegen, Joannis Karsandis steht nach seinen muskulären Problemen im Oberschenkel wieder im Mannschaftstraining.

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