5:0 bei Weißenburg: Klare Sache für die Kickers im dritten Versuch

TSV 1860 Weißenburg
0 : 5
FC Würzburger Kickers

2. Spieltag 2021/22

29.09.2021

Spielbericht

Zweimal wurde das Duell mit dem mittelfränkischen TSV Weißenburg schon abgesagt, zum Teil sehr kurzfristig. Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Auf dem Weißenburger Nebenplatz setzte sich die U17 von Marc Reitmaier im Flutlichtspiel am Ende klar durch, weil man die absolut richtige Einstellung zu den Bedingungen und zum Gegner fand.


Unangenehme, feucht-kalte Witterungsbedingungen und ein ziemlich aufgetretener Platz machten ein ansehnliches Kombinationsspiel schwer bis unmöglich. Daher waren an diesem Freitagabend andere Tugenden gefragt. Einsatz, intensive Zweikampfführung und aggressives Pressing waren die Mittel, die letztlich zum klaren 5:0 führten, doch auch der spielerische Ansatz der Rothosen blitzte immer wieder auf.


Frühe Führung sorgt für Ruhe

 

Die Marschroute von Coach Reitmaier, von Beginn an auf’s Tempo zu drücken und ein schnelles Tor zu erzielen, setze seine Elf perfekt um. Das Tabellenschlusslicht wurde direkt nach dem Anpfiff angelaufen und so schnell der Ball gewonnen. Die Außenstürmer standen breit und wurden durch Diagonalbälle aus der Innenverteidigung und von der 6er-Position bedient. Waren diese Mal zugestellt, so holten sich Linus Grill und Lennard Schneider im Zentrum die Bälle, um sie auf die Stürmer durchzustecken. Nach diesem Muster fiel auch die schnelle Führung.

 

Ben Erhard bediente Jan Bauer am linken Strafraumeck. Dieser umkurvte seinen Gegner, zog in Richtung Tor und platzierte den Ball mit einem präzisen Flachschuss im Weißenburger Kasten (7.). Der Mannschaft war klar, dass es immer schwerer würde, je länger die Weißenburger am Punktgewinn schnupperten. Das schnelle 1:0 lenkte das Spiel daher in die von den Kickers gewünschten Bahnen. Der FWK ließ aber nach der Führung nicht nach und setzte den TSV weiter unter Druck. Dieser versuchte häufig über seine linke Abwehrseite aufzubauen, wurde aber stets so aggressiv unter Druck gesetzt, dass die unkontrollierten langen Bälle zumeist eine sichere Beute der Innenverteidiger Nick Doktorczyk und Jona Witz wurden. Kam doch mal ein Ball über den Flügel durch, so stimmte die Rückwärtsbewegung der Außenverteidiger, so dass die Angriffe mit Unterstützung der Innenverteidigung souverän bereinigt werden konnten. Der TSV Weißenburg hatte im gesamten Spiel nicht eine echte Torchance zu verzeichnen.


Die Würzburger hingegen waren offensiv präsent und konnten nach einer halben Stunde nachlegen. Madaani Seidu drang in den Strafraum ein und wurde von seinem Gegenspieler resolut weggecheckt. Die Entscheidung auf Foulelfmeter war folgerichtig. Lennard Schneider verwandelte wie gewohnt souverän zum wichtigen 2:0 (32.). Wenn später hätte der Kreativspieler fast noch einen drauf gesetzt, verzog aber den Linksschuss etwas. Daher ging es mit einem völlig verdienten 2:0 in die Halbzeitpause.


Schnelle Tore demoralisieren den TSV

 

Die beruhigende Pausenführung nahmen die Reitmaier-Jungs nicht zum Anlass, einen Gang runterzuschalten. Im Gegenteil: Wie im ersten Durchgang kam man mit Dampf aus der Kabine, um die schnelle Entscheidung herbeizuführen. Dies gelang, weil man immer größer werdenden Lücken in der Weißenburger Deckung gnadenlos ausnutzte. Schon fünf Minuten nach der Pause wurde Jan Bauer per Querpass von Madaani Seidu bedient und der Mittelstürmer ließ dem Weißenburger Keeper erneut keine Chance (45.). Nur eine Minute später besorgte Lennard Schneider nach einer herrlichen Kombination mit Mittelfeldmotor Benjamin Desic für die Entscheidung (46.). Die souveräne 4:0-Führung für die Kickers.


Die Würzburger Kickers hatte nun Spaß an dem Kampfspiel und stürmten weiter drauf los. Besonders Lennard Schneider, der seine Saisontore drei und vier erzielte, sprühte weiterhin vor Offensivdrang. Sein Abschluss in der 49. Minute fand nur knapp sein Ziel nicht, weil er etwas zu lange zögerte.
Beim 5:0 halfen dann die Weißenburger kräftig mit. Madaani Seidu hatte eine gute Chance eigentlich bereits liegen gelassen. Der Ball wurde auf der Linie geklärt, doch der Verteidiger schoss einen Mitspieler an, so dass der Ball erneut zu Seidu am Pfosten prallte. Der Außenstürmer musste nur noch den Fuß hinhalten, um seinen ersten Saisontreffer zu erzielen (57.).


Kaderplanung erweist sich als erfolgreich

 

Die FWK-Coaches nutzten in der Folge die klare Führung, um der gesamten Bank Spielzeit zu gewähren. Auch Ersatzkeeper Maximilian Müller durfte seine ersten Saisonminuten feiern. Die Breite des Kaders und vor allem die Ausgeglichenheit ist auch eine der großen Stärken des Teams. Zu Spielbeginn standen mit Jona Witz, Ali Kapukiran und Linus Grill drei Akteure auf dem Platz, die zuletzt eher von der Bank kamen. Alle drei machten ihre Sache ebenso hervorragend wie die nach ca. einer Stunde eingewechselten Elias Wehner, Marcello Operskalski, Luca Breunig und Philipp Bärlein.


Einen Wermutstropfen gab es allerdings bei der allerletzten Aktion des Spiels. FWK-Kapitän Nick Doktorczyk wurde bei einer Verteidigungsaktion von einem Gegenspieler am Kopf getroffen und zog sich eine Platzwunde zu. Nach kurzer Behandlung im Gunzenhausener Krankenhaus konnte der Eisenschädel aber wieder die Heimreise antreten.

Aufstellung

Startelf FC Würzburger Kickers:

Leon Walch, Nick Doktorczyk, Muhammed Kapukiran, Linus Grill, Lennard Schneider, Madaani Seidu, Ben Erhard, Jan Bauer, Marco Mütsch, Jona Witz, Benjamin Desic.


Bank FC Würzburger Kickers:

Maximilian Müller, Marcello Operskalski, Luca Breunig, Luca Forster, Philipp Bärlein, Elias Wehner.

Daten

Tore: 0:1 Jan Bauer (7.), 0:2 Lennard Schneider (FE/32.), 0:3 Jan Bauer (45.), Lennard Schneider (46.), 0:5 Madaani Seidu (57.).
Schiedsrichter: Manuel Meier.
Zuschauende: 50 (DOTLUX Fußballpark).

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